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  • AutorenbildClaudia

BÄRLAUCH


Lateinischer Name

Allium ursinum


Familie

Amaryllisgewächse


Sammelzeit

März bis Juni Blätter, ab April Blüte und ab Mai Frucht und die Zwiebeln im Herbst wenn der Bestand etwas ausgedünnt werden soll.


Fundort in der Natur

Auf schattigen, nährstoffreichen, kalkreichen und feuchten Böden; also oft in Wäldern am Fuss von Hügeln oder bei Bächen.

Dort bildet der Bärlauch oft ganze Felder aus. Der Bärlauch kommt in fast ganz Europa vor.



Standort für Auspflanzung im Garten

Der Bärlauch mag schattige, nährstoffreich und feuchte Böden. Da der Bärlauch dazu neigt sich in Teppichen zu verbreitern kann es empfehlenswert sein eine Barriere um ihn herum zu erstellen oder ihn in Töpfe zu setzen.



Erkennungsmerkmale

Der Bärlauch bildet bis zu 30 cm lange dunkelgrüne lanzettförmige Blätter, die an einem dünnen runden Stiel aus dem Boden herauskommen. Das Blatt ist auf der Oberseite glänzend und auf der Unterseite matt. Es besitzt eine hervortretende Mittelrippe. Ansonsten ist das Blatt sehr weich. Die weissen Blüten erinnern ein bisschen an Sterne. Sobald diese erscheinen verlieren die Blätter an Geschmack und werden fasriger. Die Früchtchen sitzen in Form von drei grünen Samenkapseln kugelförmig am Ende des Stiels. Wenn sie sich öffnen fallen die schwarzen Samen heraus. Die Zwiebeln erinnern an schmale Knoblauchzehen.

Alle Teile der Pflanze sind essbar. Ein besonders typisches Erkennungsmerkmal ist der strenge Knoblauchgeruch.


Sammeln

Ab März werden die Blätter gesammelt. Wichtig ist, dass man die Blätter über der Zwiebel abschneidet oder bricht um diese nicht zu verletzen. Die Pflanze ist, wenn man sie nicht gut kennt, leicht mit sehr giftigen Doppelgängern zu verwechseln. Zum Beispiel spriesst bei uns der Aronstab gleichzeitig aus dem Boden. Sobald das ganze herzförmige Blatt sichtbar ist erkennt man den Unterschied gut, doch die ersten Spitzen die aus dem Boden kommen, sehen einem Bärlauchblatt zum verwechseln ähnlich.



Auch die Herbstzeitlose ist ähnlich. Hier wachsen die Blätter aber ohne Stiel und sie kommt eher auf Wiesen vor. Und beim ebenfalls giftigen Maiglöckchen wachsen mehrere Blätter an einem Stiel. Ausserdem spriesst es bei uns später als der Bärlauch aus dem Boden. Und keiner der giftigen Doppelgänger hat den charakteristischen Knoblauchduft.

Es macht auf jeden Fall Sinn sich gut mit den Pflanzen vertraut zu machen bevor man anfängt zu sammeln.


Vermehrung für den eigenen Garten

Idealerweise gräbt man an einem reichen Fundort einige Zwiebeln aus und setzt sie an einen schattigen, feuchten Ort im Garten.


Ernten

Im eigenen Garten kann man, nachdem die Blätter und Früchte geerntet wurden und die Pflanze abgetrocknet ist, die Zwiebeln ausgraben. Diese eignet sich als Knoblauchersatz.


Aufbewahren

Der Bärlauch lässt sich trocknen oder einfrieren. Ich bereite auch gerne eine Paste daraus.



Verwendung

Ich lege Bärlauch Blätter oder Blüten in Öl als Paste ein und nutze diese später im Jahr zum Würzen von Nudelgerichten. Auch die Früchte lege ich in Öl ein. Diese können dann als Brotauftrich verwendet werden. Die Zwiebel verwende ich wie Knoblauch oder gewöhnliche Zwiebel. Frische Bärlauchblätter oder Blüten brauche ich zum Würzen von Salat oder in verschiedenen Rezepten. Ich liebe zum Beispiel Bärlauchsuppe und Bärlauchbrot mit Pilzen. Die Knospen fermentiere ich.




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