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  • AutorenbildClaudia

Grosspapi Edi's dicke Gemüsesuppe mit Saucisson Vaudoise

Aktualisiert: 4. Feb. 2021







Das todsichere Rezept:

1 Saucisson Vaudoise a ca. 450 g | ca. 800 g Gemüse wie Rüebli, Selerie, Kohl, Lauch, Zucchetti | 1 Zwiebel | 3 festkochende Kartoffeln | etwas Rotwein | Salz | Pfeffer | Muskatnuss | Sauerrahm



Saucisson Vaudoise lauwarm waschen und in einen Topf mit 80°C - igem Wasser legen. Ca. 70 Min. ziehen lassen. Im Drucktopf geschältes, gewürfeltes Gemüse, Zwiebel und festkochende Kartoffeln 10 Min kochen. Das Gemüse von Hand stampfen (nicht pürieren!). 

Die Saucisson in Scheiben schneiden und zum Gemüse geben. Etwas Rotwein dazugeben. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss vorsichtig würzen und noch einige Minuten köcheln lassen. Mit Sauerrahm dekorieren und servieren. 


Wozu der Aufwand?

Ein ausgezeichnetes Rezept welches sich wunderbar vorbereiten lässt und auch noch nach zwei Tagen vorzüglich schmeckt! Also immer genügend grosse Portionen machen!

Wie kam's zu dem Rezept? 'Oh je!' Thomas Gesicht verzog sich vielsagend, während er vorsichtig ein Stückchen Siedfleisch aus dem Gemüse zog. Er schob kopfschüttelnd den Kohl und den Zucchetti zur Seite und pickte ein Stückchen Kartoffel aus dem Topf. 'In eine Gemüsesuppe gehört Sauerrahm!' Er kaute vielsagend auf dem Fleisch herum, 'GemüseSUPPE! Und wenn schon, dann muss man das mit Saucisson Vaudoise machen!' Er kaute noch deutlicher. Ich wollte protestieren, aber wenn ich es mir so überlegte, wäre Saucisson wohl schon würziger und vielleicht etwas leichter zu Kauen, und wenn man das Gemüse pürierte, würde er es vielleicht essen.

Ich hatte eigentlich gedacht, ich könnte meinem Mann das Ausgangsmaterial für den Gemüsebrei der Kinder als Pot au Feu zum Nachtessen unterjubeln, aber das war offenbar ein Irrtum gewesen...


Natürlich wollte ich dieses Desaster nicht auf mir sitzen lassen, darum wanderten beim nächsten Einkauf neben Zucchetti, Kartoffeln, Lauch und Kohl auch zwei dicke Saucisson Vaudoise in den Wagen. Und zwar nicht irgendwelche, sondern eben die Guten. Ausserdem kaufte ich Sauerrahm. 

Da konnte nichts mehr schiefgehen.


Und so war es auch. Nachdem ich das Gemüse gekocht hatte, wurden die Würste, die bereits eine Stunde im beinahe siedenden Wasser vor sich hingezogen hatten (was für eine Herausforderung auf einem Gasherd) in Rädchen zerteilt. Ich hatte verstanden! GemüseSUPPE. Vom Härdöpfelstock Desaster, welches nur wenige Wochen her war, wusste ich schon: Püree mit dem Pürierstab machen nur Banausen. Dazu braucht es einen 'Zerstampfer'. Dies ist ein Gerät, welches einen Griff hat und eine Fläche mit Löchern oder sowas ähnliches. Man drückt diese Fläche auf die Kartoffeln und erhält dann einen Härdöpfelstock der den Namen verdient, und nichts mit dem schmierigen Ergebnis eines Pürierstabs gemeinsam hat. Nun haben auch wir einen Zerstampfer in der Küche. Und mit diesem zerstampfte ich nun das Gemüse. Jedoch, wer es einmal versucht hat weiss es schon: den Stiel eines gekochten Kohlblattes oder eine bissfeste Karotte zerstampft man nicht so einfach wie eine Kartoffel.  


Als nächstes kamen die Wursträdchen in die Suppe und alles mussten eine viertel Stunde ziehen. Das war's schon. 


Die Suppe muss nur noch in einer hübschen Schüssel auf den Tisch. Der Sauerrahm wird einfach in einem Schälchen dazugereicht. Dann vielleicht noch ein bisschen klein geschnittener Schnittlauch auf einem anderen Schälchen und frisch getoastete Baguette in einem Brotkorb. Und was macht nicht ein hübsch gedeckter Tisch aus!


'Oha!' Thomas betrachtete fasziniert seinen Teller. 'Genau so liebt mein Vater seine Suppe! Sie muss so dick sein, dass der Löffel darin stecken bleibt.' Ich musste gestehen sie war wirklich ausgezeichnet. Und wie's der Zufall wollte, würden am nächsten Tag die Grosseltern zum 'Hüten' vorbeikommen. Das war doch eine wunderbare Gelegenheit einen guten Eindruck zu machen! 'Wie gut', stellte ich zufrieden fest, 'dass ich immer so grosse Portionen koche.'




Während die Grosseltern am nächsten Tag die Kinder begrüssten, holte ich schon mal die Suppe aus der Küche. Es stellte sich heraus, dass erstens die übriggebliebene  Portion selbst für Zwei eher knapp war. Für die Kinder hatten wir glücklicherweise noch Gläschen mit gekauftem Babybrei. Zweitens werde ich das entsetzte Gesicht des Grossvaters nie vergessen: ' Ich hasse nichts mehr als Suppe, in der der Löffel stecken bleibt!'

Zum Glück war das offenbar nicht wahr, denn schliesslich hat er die Suppe probiert und genossen, sodass wir sie auch bei vielen später Gelegenheiten als verbessertes todsicheres Rezept wieder servieren durften.







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