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  • AutorenbildClaudia

Dost-Pesto; Wilder Mayoran für exklusive Nudelgerichte und Aperogebäcke

Aktualisiert: 5. Aug. 2021


Das todsichere Rezept:

1 GROSSE Armvoll blühender Dost (wilder Majoran) | Salz | Knoblauch | Olivenöl Den, an einem sonnigen Tag gesammelten Dost von den Stielen befreien. Darauf achten, dass das Kraut schön trocken ist. Im Zweifel lieber einen Tag antrocknen lassen. Die Blätter und Blüten nun mit dem Knoblauch, dem Salz und etwas Olivenöl mischen. In ein verschliessbares, sauberes und trockenes Glas füllen. Mit der Gabel gut zusammendrücken. Das Glas soll nur halbvoll sein. Die Kräutermischung wird mit einer Schicht Öl bedeckt.  Nach zwei bis vier Tagen die Paste mit einer Gabel aufrühren, wieder zusammendrücken und erneut mit Öl bedecken. Diesen Vorgang zwei Monate  lang wiederholen. Danach das Glas gut verschliessen und im Dunklen aufbewahren. Die Paste ist mindestens ein Jahr haltbar.

Wozu der Aufwand?

Spagetti mit Dostpaste sind eine ausgezeichnete und exklusive Alternative zu Spagetti mit gekauftem Pesto. Besonders gut schmeckt das mit gerösteten, gehackten Walnusskernen und geriebenem Sbrinz. Ausserdem empfehle ich Crostini, Knäckebrot oder kleine Toastbrötchen mit dieser Paste zu bestreichen und allenfalls mit gehackten Baumnüssen zu verfeinern, wenn unerwartet Gäste zum Apero auftauchen.

Wie kam's zu dem Rezept?


Eines der Gewürze die bei mir seit jeher gut wachsen, ist der Dost oder wie er auch heisst: der wilde Majoran. Früher, auf der im Sommer tödlich heissen Dachterrasse ebenso, wie heute im erodierten Hang vor dem Haus. Es ist dem Dost egal ob er tagelang vor sich hindörrt oder friert. Jedes Jahr wieder erfreut er mich, und unzählige Wildbienen mit seinen hübschen Blüten. 

Fasziniert habe ich übrigens vor einigen Jahren auf Spaziergängen entdeckt, dass der Dost nicht nur bei mir wächst, sondern an ganz vielen Orten in unserer Region. An Wiesenrändern kommt er ebensogut wie zwischen Steinen.

Es war mit schon lange bekannt, dass man frische oder getrocknete Blätter der Pflanze brauchen kann um zu würzen, z.B. Lachs oder Schweinskoteletten oder Huhn welche man im Ofen zubereitet. Oder man gibt einige Blüten auf Salate oder Kuchen. Das sieht wirklich sehr hübsch aus.

Eines Tages fiel mir, an einem Kräuterkochkurs von 'beseeltes Kochen', das Kochbuch von Gisula Tscharner in Hände. Sie beschreibt wie man aus Dost eine Paste herstellt, die lange haltbar ist, und als Brotaufstrich oder Pesto verwendet werden kann. Die Begeisterung von Familie und Freunden hätte ich nicht voraussehen können. Und seither benötige ich wirklich grosse Mengen von dem Kraut.

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