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  • AutorenbildClaudia

Blütensirup-Elderflower

Aktualisiert: 20. Feb. 2021


Ein fruchtig erfrischender Holunderblütensirup
Blütensirup Elderflower



Das todsichere Rezept:


20 Blütendolden von Holunder | 4 l Wasser | 4 kg Zucker | 80 g Zitronensäure | 7 saubere abgekochte 1 l Flaschen  Die an einem sonnigen Tag gesammelten Holunderblütendolden ausschütteln um sie von Insekten zu befreien, 4 l Wasser darübergeben und 2 Tage mit dünnem Tuch, Gitter oder Glas geschützt in der Sonnen stehen lassen. Dann filtrieren (zum Beispiel durch ein sauberes Tuch welches man in ein Sieb einlegt). Mit 4 kg Zucker erhitzen. 80 g Zitronensäure in die Flüssigkeit geben.  In saubere, heisse, abgekochte Flaschen so abfüllen, dass noch 1cm Luft bis zum Verschluss ist. 

Wozu der Aufwand?


Holunderblütensirup ist ein ausgezeichneter Durstlöscher mit einem feinen fruchtigen Geschmack. Insbesondere enthält er keine unbekannten chemischen Zusätze und ein Ansatz reicht einer fünfköpfigen Familie nicht nur für ein ganzes Jahr sondern ist auch so lange haltbar ;-)


Wie kam's zu dem Rezept?


Vierzig Jahre ist es her, seit ich das erste Mal mit den zarten fein duftenden Blüten des Holunders in Kontakt gekommen bin. Wir waren auf der Jagd in Österreich. Während meine Eltern durch den Wald pirschten, langweilten wir Kinder uns im Jägerhaus. Ab und zu ekelten wir uns vor einem erlegten Tier, und dann mussten wir noch Teile davon verspeisen. Doch glücklicherweise waren da auch die ausgebackene Holunderblüten. Nach dem panierten Hirschhirn, die anderen Teile musste der Jäger offenbar abgeben, kamen sie mir vor, wie das Beste, das ich je gegessen hatte oder je essen würde.






Aber so ist das mit der Erinnerung. Sie verklärt. Und Jahre später versuchte ich diese herrlichen Blüten wieder auszubacken. Doch leider war es nicht dasselbe. Mir schmeckten sie ja noch. Aber meiner Familie, die vorher nicht mit dem panierten Hirschhirn gequält worden war, waren sie daher auch keine Rettung und schmeckten folglich nicht besonders. Viel einfacher fanden sie, kann man schliesslich Omelett machen und braucht dann nicht einmal auf Zweiglein herumzukauen. Ich wollte also schon die Holunderblüten aus meiner Rezepteküche kippen, als ich wohl mehr zufällig meiner Freundin Kathrin davon erzählte. 'Aus Holunderblüten muss man Sirup machen!' lachte sie. Jedes Jahr mache ich 7 Flaschen das reicht unserer Familie durch's ganze Jahr! Und sie gab mir ihr todsicheres Rezept:









Ich begann nun jährlich jeweils im Mai Holundersirup zu kochen und erfreute damit Familie, Freunde und Bekannte. Am Anfang waren alle begeistert, aber wenn die Dinge zur Gewohnheit werden, fangen sie an zu langweilen und so kam der erste Mai in dem die neuen Flaschen im Keller auf die Alten trafen.


Das war der Moment etwas Neues auszuprobieren.


Das war der Moment in dem der Spumante entstand.

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